DIE MALATESTA-BURG

Äußerst beeindruckend und von der Talebene aus sichtbar dominiert die Malatesta-Burg mit der Stattlichkeit vergangener Zeiten die Landschaft. Sie ist eine kostbare Architektur aus dem XIV. Jahrhundert. Einer Bulle des Papstes Sixtus IV ist zu entnehmen, dass die Errichtung der Festung ein Werk der Einwohner Mondainos ist. Die nachfolgenden von den Herrschern Riminis veranlassten Eingriffe machten sie jedoch zu einem typischen Malatesta-Bauwerk. Sigismondo Pandolfo Malatesta ließ während seiner Herrschaftszeit ganze 13 Wachtürme, die Zitadelle und den großzügigen Mauerring verwirklichen, sowie die unterirdischen Gänge (ausgehoben im Tuffstein unter dem Hauptturm dienten sie im Fall der Belagerung als Zisternen und im Fall der Niederlage als sicherer Fluchtweg). Nachdem sie 1987 entdeckt wurden sind sie derzeit in Restaurierung. Im Inneren der Burg kann man heute die Madonna del Latte (stillende Mutergottes) bewundern, eine schöne Freske (XV.Jh.) von Bernardino Dolci aus Castel Durante, sowie das Paläontologische Museum der Kieselgur von Mondaino. Der halbrunde Bogengang in neoklassischem Stil machen die Piazza Maggiore zu einem der suggestivsten Plätze der Signoria der Malatesta und – auch dank einer überraschenden Akustik- zu einem Naturtheater, wo während der Sommersaison wichtige Vorführungen und Paraden stattfinden, sowie natürlich die Aufführungen des Palio dello Daino

 

PALÄONTOLOGISCHES MUSEUM

Es wurde 1981 in der Malatesta-Burg eingerichtet und zeigt eine auf das Ende des Miozän (vor etwa 5 Millionen Jahren) zurückgehende Kollektion an Fauna- und Flora-Fossilien, die man in der Gegend um Mondaino gefunden hat. Die Fossilien von Mondaino sind berühmt wegen der Vielfalt der Fische, die 21 verschiedenen Arten angehören und wegen der seltenen Reste von Vögeln. Durch didaktische Paneele und plastische Darstellungen wird ein Überblick über den lokalen paläontologischen Bestand im Verhältnis zu der geologischen Entwicklung der Region gegeben, das Phänomen der Versteinerung erklärt und die Evolution der Fische erörtert. Durch die Lektüre des Großen Buches zur Erdentwicklung kann der Besucher die innerste Natur des Landstrichs der Romagna entdecken sowie die Zerwühlungen, die sein Landschaftsbild im Zeitraum des Miozän veränderten (ca. vor 26 Millionen bis 5 Millionen Jahren ). Hunderte Fossilienfunde, die auf den mürben Schichten des Sedimentgesteins, “Kieselgur” genannt, eingeprägt sind und vor Ort gefunden wurden machen Mondaino zu einer unverzichtbaren Etappe für Liebhaber dieses Fachgebiets. Das Ganze ist innerhalb des suggestiven Rahmens der Malatesta- Burg untergebracht.

Informations: www.mondaino.com/it/eventi_e_cultura/musei

 

MAJOLIKA-MUSEUM

Ausgehend von der antiken Tradition der Keramikkunst in Mondaino, die bis auf die Renaissance- Epoche zurückreicht, wurde 1990 das geschützte Keramiklaboratorium “Piazza d’incontro” gegründet, welches neben manuellen Tätigkeiten auch die Geselligkeit fördert und einen Austausch von Werten, Kultur und Gefühlen ermöglicht hat, bei dem der Beitrag eines jeden einzelnen wichtig ist. Innerhalb des Keramiklaboratoriums ist die Vereinigung der Ausdruckskraft mit jener der Manipulation eine pädagogische Errungenschaft. Auch weniger geschickten Teilnehmer, die Hemmungen haben ihre Persönlichkeit zum Ausdruck zu bringen, gelingt es hier, spontan ihre mentalen Kräfte zu aktivieren, durch die stimulierende Entfaltung der freien Phantasie, deren überraschende Effekte, wie beispielsweise der bemalte Gegenstand, der verwandelt aus dem Brennofen kommt, ihre Fähigkeiten anregen und somit der Therapeutik ihrer allgemeinen Zielsetzung zuträglich ist. Die Entfaltung der Ausdruckskraft und die Manipulation stellen bei allen Jugendlichen ein wichtiges Mittel für die Entwicklung ihrer Fähigkeiten dar, denn sie bieten die Möglichkeit die Tastempfindungen, die Greiforgane und die Phantasie anzuregen. Durch das Formen des Tons wird ein Naturstoff gestaltet, etwas erschaffen, den eigenen Ideen ein Körper gegeben, der dreidimensionale Raum wiederentdeckt, man wird sich der Abstände zwischen den Gegenständen bewusst und verbessert seine Fähigkeiten bei der Orientierung. Das Modellieren erfüllt das Bedürfnis des Anfassens, des Knetens, der Formung, des Auseinandernehmens und des Zerstörens, doch hinter diesen Operationen verbirgt sich der instinktive Drang ein Verhältnis zur physischen Realität der Umwelt herzustellen. Expressive Tätigkeiten im Allgemeinen vermitteln immer befriedigende und faszinierende Gefühle, die einnehmend und dem persönlichen Wachstum zuträglich sind. Alle Manufakte werden in mehreren Arbeitsschritten verwirklicht. Nach der Entwurfsphase geht man zur Kaltformung, zur Dekoration und zum Brennen über. Bei diesem kreativen Ablauf erlernen die Jugendlichen verschiedene Techniken und erreichen, dank der Unterstützung und des Beistands des Fachpersonals, stufenweise eine immer größere Autonomie. Die Methodik bei der Arbeit begünstigt nicht nur den Lernprozess sondern trägt auch dazu bei, einen vertrauensvollen und vorhersehbaren Rahmen zu erschaffen, in dem jeder Teilnehmer seine eigene Individualität frei zum Ausdruck bringen kann.

Informations: www.mondaino.com/it/eventi_e_cultura/musei

KIRCHE SANTI CHIARA E BERNARDINO

Die Kirche wurde 1624 dank der Hinterlassenschaft des aus Mondaino stammenden Bernardino Carbono zusammen mit dem Klarissen-Klausurkloster gegründet. Die Struktur inkorporiert ein schon zuvor bestehendes Krankenhaus für Wallfahrer aus dem 13.Jahrhundert, von dem eine die Madonna del Latte (stillende Muttergottes) darstellende Freske aus dem XIV. Jahrhundert sowie offensichtliche architektonische Spuren im unteren Gebäudeteil übrig geblieben sind.

 

KIRCHE BEATA VERGINE DEL TAVOLLO

Bis zu den ersten Jahrzehnten des letzten Jahrhunderts eine Wallfahrtkirche, der derzeitige Bau wurde 1589 dank der Verehrung verwirklicht, die die Gemeinschaft von Mondaino einem wundertätigen Bild widmete, das in der zuvor bestehenden kleinen Zella aufbewahrt wurde. Die Frontseite des aus dem 16.Jahrhundert stammenden Gebäudes bestand aus einem kleinen Portikus mit drei Arkaden und aus zwei seitlichen Glockentürmen.

 

KIRCHE SAN BIAGIO DI LAURETO

Ein Komplex mit großen Ausmaßen; an das 1778 restaurierte und erweiterte religiöse Gebäude grenzt ein großzügiges Pfarrhaus. Sehenswert sind der schöne Kappen-Glockenturm und das Altarbild des Hauptaltars mit Kreuzigung und Heiligen aus den ersten Jahren des 17. Jahrhunderts.

 

KIRCHE SAN MICHELE ARCANGELO

Die Kirche wurde der Tradition nach auf den Fundamenten eines der Jagd- und Mondgöttin Diana gewidmeten römischen Tempels errichtetet, von dem jedoch weder Spuren noch dokumentarische oder archäologische Zeugnisse geblieben sind. Die ersten Notizen zur Kirche gehen auf das XIII.J ahrhundert zurück als das Gebäude vom Adligen Menadello della Biforca restauriert wurde. Es enthält zahlreiche Kunstwerke und eine reichhaltige Pinakothek, unter anderem mit Leinwandgemälden von Giorgio Picchi, Antonio Pomarancio und Giuseppe Soleri Brancaleoni.

 

KIRCHE SAN PAOLO DI MONTESPINO

Das Gebäude weist einen schönen Barockstil auf und geht auf das Jahr 1734 zurück, der ursprüngliche Fußboden der Epoche ist noch immer erhalten geblieben. Das derzeitige Gebiet der Pfarrgemeinde beinhaltet auch jenes der nicht mehr vorhandenen Pfarrei von San Cristoforo in Canneto, die sich an der Grenze zu den nahe liegenden Marken befand. Im Gebäudeinneren sind das Altarbild aus dem 18.Jahrhundert und ein Gemälde aus der Mitte des XVI. Jahrhunderts nennenswert.

 

KIRCHE SANT’APOLLINARE

Sie wird seit jeher als die antikste Kirche und Pfarrei von Mondaino angesehen und erhebt sich beim Ort Pieggia längs eines Hangs des Grabens der Valmala. Die ersten dokumentierten Notizen gehen auf das Ende des 14.Jahrhunderts zurück und besagen, dass sie zur nahe liegenden Pfarrkirche S.Laudizio gehörte. Ihr Inneres birgt ein Weihwasserbecken, das sich auf eine sechseckige Säule aus dem Hochmittelalter stützt und eine Altarmensa aus Stein.

 

PALAST CARNEVALI

Bauwerk aus dem 18.Jahrhundert mit einem schönen Portal aus Stein und Terrakotta, das auf Via Roma blickt. Im Palast hielt sich auch der Komponist Pietro Mascagni während seiner Höflichkeitsbesuche bei den Eigentümern des Gebäudes auf.

 

PALAST FORLANI

Das Gebäude mit neoklassischen Formen wurde 1850 vom aus Mondaino stammenden Maurermeister Giuseppe Cosci errichtet. Das Innere weist interessante Säle und Zimmer auf, die vom aus Faenza stammenden Romolo Liverani bemalt wurden.

 

ALAST FORLANI – ROMANI

Die Fassade des Palasts geht auf den Anfang des 17.Jahrhunderts zurück, die interne Struktur ist jedoch weitaus älter, da sie Bögen aus dem 14.-15. Jahrhundert enthält und einen Hof mit Zisterne, die auf den gleichen Zeitraum zurückzuführen sind. Das Gebäude besitzt auch einen interessanten unterirdischen Komplex mit einigen herrlichen Räumlichkeiten, die im Sandstein ausgehoben wurden, wie unter anderem ein kleiner runder Saal mit Kuppelabdeckung.

 

PALAST RENZI

Wohnort der seligen Elisabetta Renzi, Gründerin des Ordens der Maestre Pie dell’Addolorata, in dem Säle vorhanden sind, die im 19.Jahrhundert von Romolo Liverani mit biblischen Szenen aus dem Alten Testament bemalt wurden.

 

LABORATORIUM PIAZZA D’INCONTRO

Seit Juni 2000 wird das Keramiklaboratorium “Piazza d’Incontro” von der sozialen Genossenschaft “Piccola Cooperativa Sociale Cà Santino” von Montefiore Conca verwaltet, in Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung von Mondaino und der lokalen Gesundheitsbehörde „Ausl“ von Rimini. Hierdurch war es der Coop. Soc. “Cà Santino” möglich, das Angebot für die Gäste des Geschützten Arbeitszentrums zu erweitern, sowie den Jugendlichen von Mondaino die Möglichkeit zu bieten, ihre eignen Erfahrungen zu diversifizieren, indem sie das Zentrum von Cà Santino täglich besuchen, und von den zahlreichen Projekten profitieren, die in den letzten Jahren gefördert wurden. Diese Projekte sind insbesondere darauf ausgerichtet, den Bedürfnissen der einzelnen Jugendlichen gerecht zu werden und gleichzeitig die Integration mit der Schule und dem Territorium zu begünstigen. Die Gemeindeverwaltung von Mondaino, die „Azienda di Unità Sanitaria Locale“ von Rimini und die soziale Genossenschaft “Cà Santino” haben ihre Kräfte vereint, um Piazza Incontro gemeinsam zu verwalten und immer aktueller und angemessener für die Bedürfnisse der Jugendlichen und ihrer Familien zu gestalten.

 

DER MITTWOCHS-MARKT

Der Wochenmarkt kann sich sehr antiker Ursprünge rühmen und ist schon auf einem Gemälde aus dem 1700 von einem unbekannten Autor dargestellt, welches ist der Malatesta-Burg zu sehen ist. Bis zu den 50er/60er Jahren hatte der an jedem dritten Mittwoch abgehaltene Markt die Wichtigkeit einer Messe. In eingeschränkterem Ausmaß ist es noch immer einer der wichtigsten Märkte des Conca-Teils, dessen Einzugsbereich auch auf die angrenzenden Orte erweitert ist.

 

ARBORETUM-SPERIMENTELLES THEATER

Im ehemaligen experimentellen Arboretum der mediterranen Flora, einem sich über neun Hektar erstreckenden Park bei der Ortschaft, wurde seit 1998 ein Projekt zur umweltbewussten Erziehung- Laboratorium der Ideen (Theater, Musik, Tanz, Kino, Schreiben, Poesie und andere kreative Prozesse) eingeleitet. Das Arboretum bietet Gastfreundschaft für kreative Aufenthalte und schlägt eine Reihe an experimentellen Laboratorien vor, 2004 ist zu den beiden Gästehäusern das Wohn-Theater hinzugekommen, eine neue Struktur zum Lernen und Experimentieren. Das Arboretum von Mondaino ist auch ein Zentrum für didaktische Tätigkeiten, die durch geführte Besichtigungen und Laboratorien das Verhältnis zwischen Kreativität, Kunst, Spiel und Umwelt aufwerten sollen. Das Zentrum zur Umweltbewussten Erziehung ist gleichzeitig ein Instrument, um für die aktuellen Umweltprobleme und die Entwicklung ökologisch nachhaltiger Verhaltensweisen zu sensibilisieren.

Informations: www.mondaino.com/it/eventi_e_cultura/musei